Investieren Sie heute in die Mitglieder und Mitarbeitenden von morgen.

Junge Menschen für genossenschaftliches Handeln zu begeistern, beginnt nicht erst mit der Berufswahl oder dem ersten Mitgliedsantrag. Es beginnt dort, wo Jugendliche Verantwortung übernehmen, eigene Ideen verwirklichen und erleben, was gemeinschaftliches Wirtschaften bewirken kann.

Als Partnergenossenschaft begleiten Sie eine Schülergenossenschaft in Ihrer Region. Damit fördern Sie nicht nur wirtschaftliche Bildung. Sie machen Ihre Genossenschaft frühzeitig als attraktiven Arbeitgeber, regionalen Partner und moderne Form gemeinschaftlichen Wirtschaftens erlebbar. Welche Schülergenossenschaften es bereits in Ihrer Umgebung gibt, zeigt unsere Übersicht „Schülergenossenschaften vor Ort“.

Ihr Engagement wirkt mehrfach:

1. Junge Menschen lernen Ihre Genossenschaft frühzeitig kennen

Viele Jugendliche wissen nur wenig darüber, was eine Genossenschaft auszeichnet, welche beruflichen Möglichkeiten sie bietet und wie vielfältig genossenschaftliche Unternehmen sind.

Als Partnergenossenschaft können Sie das ändern. Die Jugendlichen erleben Ihre Organisation nicht nur durch Werbung oder bei einer Berufsmesse, sondern im persönlichen Austausch und in der praktischen Zusammenarbeit.

Aus einem ersten Kontakt können entstehen:

  • ein Schülerpraktikum,
  • eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz,
  • Interesse an einem dualen Studium,
  • eine spätere Mitgliedschaft,
  • eine langfristige Verbindung zu Ihrer Genossenschaft.

Nachwuchsgewinnung beginnt mit Beziehung.
Wer junge Menschen frühzeitig begleitet, wird bei späteren beruflichen und persönlichen Entscheidungen eher als vertrauter und attraktiver Partner wahrgenommen.

Praxisbericht „Von der Schülergenossenschaft in den Aufsichtsrat der Partnergenossenschaft“ lesen

2. Sie machen die Genossenschaftsidee erlebbar

Mitbestimmung, Selbsthilfe, Selbstverantwortung und gemeinschaftliches Handeln erschließen sich am besten in der Praxis.

In einer Schülergenossenschaft erfahren Jugendliche unmittelbar:

  • wie demokratische Entscheidungen getroffen werden,
  • wie gemeinsame Interessen organisiert werden,
  • was wirtschaftliche Verantwortung bedeutet,
  • wie aus einer Idee ein funktionierendes Unternehmen entsteht,
  • warum Kooperation häufig mehr bewirkt als Einzelinteressen.

Damit leisten Sie einen konkreten Beitrag dazu, dass das genossenschaftliche Modell auch in Zukunft verstanden, geschätzt und weitergetragen wird. Schülergenossenschaften sollen wirtschaftliches Denken, Teamarbeit, demokratische Mitbestimmung und verantwortliches Handeln praktisch miteinander verbinden.

Welche gesellschaftliche und pädagogische Wirkung Schülergenossenschaften entfalten können, zeigt auch der Rückblick auf zehn Jahre Schülergenossenschaften in Nordrhein-Westfalen. Bei der Jubiläumsveranstaltung standen insbesondere Verantwortungsübernahme, Demokratiekompetenz, berufliche Orientierung und das gemeinsame Entwickeln zukunftsfähiger Geschäftsmodelle im Mittelpunkt.

3. Sie stärken Ihre Arbeitgebermarke

Jugendliche möchten wissen, wofür ein potenzieller Arbeitgeber steht. Durch die Partnerschaft zeigen Sie Haltung und machen Ihre Unternehmenskultur sichtbar.

Ihre Mitarbeitenden begegnen den Jugendlichen persönlich, geben Einblicke in ihre Berufsfelder und vermitteln ein authentisches Bild Ihrer Genossenschaft. Das kann die Wahrnehmung Ihrer Genossenschaft als Arbeitgeber stärker prägen als eine einzelne Stellenanzeige oder ein kurzfristiger Messekontakt.

Die Partnerschaft bietet Ihnen außerdem konkrete Inhalte für Ihre Kommunikation, zum Beispiel:

  • Berichte über gemeinsame Workshops,
  • Einblicke in Unternehmensbesuche,
  • Vorstellung der Geschäftsidee der Schülergenossenschaft,
  • gemeinsame Veranstaltungen,
  • Stimmen von Schülerinnen, Schülern und Mitarbeitenden,
  • Beiträge für Website, Social Media, Mitgliedermagazin und Geschäftsbericht.

So wird aus Bildungsengagement eine glaubwürdige Geschichte über regionale Verantwortung und Zukunftsgestaltung.

Praxisbericht „Beeautiful statt langweilig!“ lesen

4. Sie fördern gleichzeitig Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung

Die Betreuung einer Schülergenossenschaft kann auch für Ihre Mitarbeitenden eine wertvolle Aufgabe sein.

Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner können sie:

  • Wissen verständlich vermitteln,
  • Moderations- und Präsentationskompetenzen entwickeln,
  • junge Menschen beraten,
  • Verantwortung für ein gesellschaftlich relevantes Projekt übernehmen,
  • neue Perspektiven auf die eigene Arbeit gewinnen.

Gerade Nachwuchskräfte, Auszubildende oder junge Mitarbeitende können als Botschafterinnen und Botschafter eingesetzt werden. Der geringe Altersabstand erleichtert häufig den Zugang zu den Schülerinnen und Schülern. Gleichzeitig erhalten die beteiligten Mitarbeitenden eine sinnstiftende Aufgabe, die über den normalen Arbeitsalltag hinausgeht.

Praxisbericht Netzwerktreffen der Schülergenossenschaften in Ostwestfalen-Lippe

5. Sie investieren sichtbar in Ihre Region

Die Partnerschaft verbindet Schule, Wirtschaft und genossenschaftliches Engagement vor Ort. Ihre Genossenschaft wird als Organisation sichtbar, die nicht nur über Zukunft spricht, sondern jungen Menschen konkrete Lern- und Erfahrungsräume eröffnet.

Das stärkt Beziehungen zu:

  • Schulen und Lehrkräften,
  • Jugendlichen und deren Familien,
  • regionalen Unternehmen und Institutionen,
  • Mitgliedern und Kundschaft,
  • kommunalen Akteurinnen und Akteuren.

Das Engagement zahlt damit zugleich auf Bildung, Berufsorientierung, regionale Vernetzung und gesellschaftliche Verantwortung ein.

Regional verankert, international interessant

Dass das Modell auch über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit erhält, zeigt der internationale Besuch bei der FvS Technik eSG in Rösrath. Vertreterinnen und Vertreter aus Kolumbien, Laos und Eswatini informierten sich dort bei der Schülergenossenschaft und ihrer Partnergenossenschaft darüber, wie junge Menschen für die Genossenschaftsidee gewonnen werden können.

Mehr als Sponsoring: eine Partnerschaft mit Perspektive

Eine Schülergenossenschaft ist ein von Schülerinnen und Schülern weitgehend eigenständig geführtes Unternehmen im geschützten Raum der Schule. Die Jugendlichen entwickeln Geschäftsideen, verteilen Aufgaben, treffen Entscheidungen und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Dabei bleibt es immer ein Schulprojekt.

Als Partnergenossenschaft stehen Sie ihnen mit Praxiserfahrung und genossenschaftlichem Wissen zur Seite. Dabei geht es nicht darum, den Jugendlichen die Arbeit abzunehmen. Sie geben Orientierung, ermöglichen Einblicke in die betriebliche Praxis und sind bei ausgewählten Fragen eine verlässliche Ansprechpartnerin.

So entsteht eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, von der beide Seiten profitieren.

Die Partnerschaft ist mehr als die Förderung eines Schulprojekts. Sie ist eine Investition in die genossenschaftliche Zukunft Ihrer Region.

Mehr über Schülergenossenschaften erfahren

Langfristige Kontakte statt kurzer Begegnungen

Ein klassischer Recruitingkontakt ist häufig kurz und unverbindlich. Die Begleitung einer Schülergenossenschaft ermöglicht dagegen wiederkehrende Begegnungen über einen längeren Zeitraum.

Ihre Mitarbeitenden und die Jugendlichen lernen sich kennen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen realistischen Einblick in die genossenschaftliche Praxis. Gleichzeitig kann Ihre Genossenschaft Talente, Interessen und persönliche Stärken frühzeitig wahrnehmen.

Das Projekt ist deshalb auf Kontinuität ausgelegt: Die Kooperationsvereinbarung wird zunächst für drei Jahre geschlossen und kann sich anschließend jährlich verlängern. So erhält die Schülergenossenschaft die Möglichkeit, sich dauerhaft an der Schule zu etablieren und ihre Verantwortung von einer Schülergeneration an die nächste weiterzugeben.

Eine mögliche Wirkungskette kann vom Kennenlernen bis zur Mitgliedschaft reichen.

Nicht jeder Kontakt führt unmittelbar zu einer Bewerbung. Aber jeder gute Kontakt macht Ihre Genossenschaft bekannter, verständlicher und persönlicher.

Dass eine solche Verbindung weit über die Schulzeit hinausreichen kann, zeigt der Weg von der Schülergenossenschaft in den Aufsichtsrat einer Partnergenossenschaft.

Klare Rolle, planbarer Einsatz

Sie begleiten. Die Jugendlichen gestalten.

Als Partnergenossenschaft übernehmen Sie bewusst eine unterstützende Rolle. Das operative Geschäft der Schülergenossenschaft liegt in den Händen der Schülerinnen und Schüler. Sie entwickeln eigene Ideen, treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung für ihr Handeln.

Die Partnergenossenschaft bringt ihre Erfahrung gezielt bei ausgewählten Anlässen ein und unterstützt dort, wo das Wissen einen konkreten Mehrwert für die Schülergenossenschaft bietet.

Welche Aktivitäten umgesetzt werden, orientiert sich an den Möglichkeiten Ihrer Genossenschaft und den Bedürfnissen der Schülergenossenschaft. Verbindliche Aufgaben und freiwillige Unterstützungsangebote werden dabei von Anfang an klar voneinander abgegrenzt.

Der Genossenschaftsverband begleitet den gesamten Prozess und unterstützt sowohl die Schule als auch die Partnergenossenschaft bei der Gründung und im weiteren Projektverlauf. Wir geben Ihnen Im Rahmen eines unverbindlichen Gesprächs einen transparenten Überblick über die Rahmenbedingungen der Partnerschaft, die enthaltenen Leistungen, den finanziellen Aufwand sowie den erfahrungsgemäßen Zeitaufwand.

Einen Überblick über Voraussetzungen, Partnerschaftsmodell, Gründungsberatung und Gründungsworkshop erhalten Sie auf unserer Seite „Schülergenossenschaft gründen“.

Im Rahmen eines unverbindlichen Gesprächs geben wir Ihnen einen transparenten Überblick über:

  • die Rahmenbedingungen der Partnerschaft,
  • die enthaltenen Leistungen,
  • den finanziellen Aufwand,
  • den erfahrungsgemäßen Zeitaufwand,
  • die verbindlichen und freiwilligen Aufgaben,
  • die Unterstützung durch den zuständigen Genossenschaftsverband.

Für welche Genossenschaften eignet sich eine Partnerschaft?

Schülergenossenschaften können von der Erfahrung ganz unterschiedlicher genossenschaftlicher Unternehmen profitieren. Entscheidend ist nicht die Branche oder die Größe Ihrer Genossenschaft. Entscheidend ist die Bereitschaft, jungen Menschen Einblicke zu ermöglichen, Erfahrungen weiterzugeben und genossenschaftliches Handeln praktisch erlebbar zu machen.

Wie vielfältig die Geschäftsideen, Produkte und Dienstleistungen von Schülergenossenschaften sein können, zeigen unsere Praxisbeispiele und Porträts von Schülergenossenschaften.

In wenigen Schritten Partnergenossenschaft werden

  1. Interesse bekunden: Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.
  2. Rahmenbedingungen kennenlernen: Wir erläutern Aufgaben, Kosten, zeitlichen Aufwand und Unterstützungsangebote.

  3. Passende Schule finden: Gemeinsam wird geprüft, welche Schule und welche Schülergenossenschaft zu Ihrer Organisation passen. Bei der Partnersuche unterstützt der zuständige Genossenschaftsverband.

  4. Persönlich kennenlernen: Schule und Genossenschaft besprechen Erwartungen, Ansprechpersonen und Formen der Zusammenarbeit.

  5. Kooperation starten: Nach der Vereinbarung beginnt die gemeinsame Begleitung der Schülergenossenschaft.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Geben Sie jungen Menschen Raum, genossenschaftliches Handeln selbst zu erleben, und machen Sie Ihre Genossenschaft als Arbeitgeber, Praxispartner und Gemeinschaft vor Ort sichtbar.

In einem unverbindlichen Erstgespräch erläutern wir Ihnen transparent, welche Aufgaben, Kosten und zeitlichen Aufwände mit einer Partnerschaft verbunden sind.

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie eine Partnerschaft zu Ihrer Genossenschaft passt.

Stefanie Herfort
Stefanie Herfort Genoverband e.V. Mobil: 0171-2936741 E-Mail: stefanie.herfort@genoverband.de