Stipendiaten diskutieren mit Landespolitikern

 

Stipendiaten diskutieren mit Landespolitikern

Vor kurzem noch wurden sie an zwei Workshop-Tagen mit professionellem Handwerkszeug zur Öffentlichkeitsarbeit versehen. Nun können die Schülergenossenschaften das Neuerlernte gleich ausprobieren. An fünf Schulen in NRW diskutieren Schülerinnen und Schüler mit Kommunal- und Landespolitikern. Die Initiierung der Treffen ist Bestandteil des Stipendiums, welches die Schülergenossenschaften im vergangenen Jahr im Rahmen der Schülergenossenschaftsmesse „GenoGenial“ gewonnen hatten.

Für einen gelungenen Auftakt in die Reihe von Podiumsdiskussionen sorgte am 24. März die Auszeit eSG an der Gesamtschule Greven (Kreis Steinfurt). Den Schülerinnen und Schülern der Schülergenossenschaft, die sich sonst darum kümmern je Pause rund 80 bis 100 Mitschüler mit Pausensnacks und Getränken aus regionaler Herstellung zu versorgen, saß an diesem Tag ein prominentes Teilnehmerfeld aus Landtags- und Bundestagswahlkandidaten gegenüber. Gemeinsam mit Alexander Brockmeier (FDP), Jan-Niclas Gesenhues (Grüne), Ulrike Reifig (SPD) und Christina Schulze Föcking (MdL, CDU)  und unter der Moderation von Landeskoordinator Volker Beckmann sprachen die Schülerinnen und Schüler über die Genossenschaftsidee und diskutierten über die öffentlichen Investitionen in Bildung. Einhelliger Tenor: die Politik, insbesondere der Bund, müsse sich viel stärker bei den Bildungsinvestitionen einbringen. Naturgemäß unterschiedlicher Meinung waren die Politiker über die Ursachen von räumlich und technisch schlecht ausgestatteten Schulen mit viel zu großen Klassen und zu wenigen Lehrern. Hier blitzte dann durchaus auch Wahlkampf-Rhetorik auf. Andreas Hartmann, Vorsitzender der Volksbank Greven eG, die als Partnergenossenschaft die Auszeit eSG maßgeblich unterstützt, lobte die angeregte, aber immer faire Diskussion und das „sehr hohe Niveau“ der Schülerinnen und Schüler.

Enden tat die Diskussion schließlich mit konkreten Unterstützungsangeboten: Für die von den Schülern geplante Erweiterung des Auszeit-Schülercafés auf 300 Quadratmeter wollen sich alle Politiker einsetzen, in dem sie dafür in ihren Ratsfraktionen werben (Reifig, Gesenhues, Schulze Föcking) oder Kontakte zur Wirtschaft herstellen (Schulze Föcking). Den Schülern wurde deutlich: sich in die lokale Politik einzubringen, das lohnt sich.

Fotos: RWGV

Presseartikel Grevener Zeitung vom 27.03.2017

Weitere Termine

Auch an den Standorten der anderen Wettbewerssieger finden Podiumsdiskussionen statt. Informationen werden fortlaufend auf dieser Seite, sowie auf der facebook-Seite des Projekts ergänzt.

Termine: