Gründung am GenoKolleg

 

Gründung am GenoKolleg

Nie wieder Durst, Hunger oder Langeweile in den Lernpausen: Dies ist das Ziel der Schülergenossenschaft, die am 30. März in Münster gegründet wurde. Der Schauplatz der Gründung war dabei wahrlich etwas Besonderes! So handelt es sich bei der dazugehörigen Schule doch um das „GenoKolleg“, das genossenschaftliche Berufskolleg des RWGVs, dessen Schülerinnen und Schüler allesamt eine Ausbildung in einem genossenschaftlichen Betrieb absolvieren. Mit den genossenschaftlichen Themen und Strukturen bereits vertraut hatten diese nun die Chance, ihr eigenes Unternehmen zu gründen und ihr fachliches Know-How in die Entwicklung von Businessplan und Satzung einfließen zu lassen.

Die Geschäftsidee orientiert sich dabei klar an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler: Mit der Geno Student Organisation, kurz GeSO eSG, will man das Freizeitangebot des Berufskollegs ab Mai selbst gestalten. Geplant ist die Einrichtung eines Fahrrad-Verleihs, die Veranstaltung besonderer Events sowie der eigenständige Betrieb eines Kiosks (morgens) und der Lounge im Gästehaus (abends).

Auf der Gründungsversammlung beschlossen die frischgebackenen Genossen die Satzung, wählten Vorstand und Aufsichtsrat und erläuterten ihr Vorhaben. 77 Gründungsmitglieder erwarben bereits Anteile. Ein gutes Händchen bewiesen die Schülerinnen und Schüler außerdem bereits mit der Wahl des Gründungsdatums: vor 199 Jahren war dies die Geburtsstunde von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der beiden Erfinder der Genossenschaftsidee. Einer Idee, die sich bis heute fortsetzt und weiter Früchte trägt - nicht nur über die Schülerinnen und Schüler des GenoKollegs, sondern auf Wunsch auch über die dazugehörigen Ausbildungsbetriebe, die ihrerseits die Möglichkeit haben, die Gründung weiterer Schülergenossenschaften an (Regel-)Schulen vor Ort zu unterstützen.

Mit gutem Beispiel voran geht hier bereits die Volksbank Kamen-Werne eG, die bereits mehrere Schülergenossenschaften in ihrer Gründung unterstützt hat. Pressesprecher Philipp Gärtner dazu: "Natürlich bedeutet so eine Schülergenossenschaft auch Aufwand. Gerade in der Gründungsphase gibt es viel zu tun. Es macht aber auch sehr viel Spaß. Und der Mehrwert -auch für uns als Partnergenossenschaft-  ist enorm. So gewinnt z.B. die ‚Vogelnest eSG‘ regelmäßig Wettbewerbe und macht damit Schlagzeilen. Dies fällt auch auf uns zurück.“

Und auch beim Thema „Nachwuchsförderung“ zeigt sich Gärtner zufrieden: „Durch das Projekt entsteht ein enger Kontakt zu den Jugendlichen, der weiter geht als jener, der z.B. im Rahmen von Berufsorientierungsmessen entsteht. Durch die enge Zusammenarbeit lernen sich beide Seiten schon früh sehr gut kennen. Beide können prüfen, ob Arbeitsweise und -philosophie zueinander passen. So sind in der Vergangenheit schon zahlreiche Praktika entstanden und wir als Ausbildungsbetrieb kommen in Kontakt mit potentiellen Nachwuchskräften. Im Idealfall ist im kommenden Jahr ein/e zukünftige/r Auszubildende/r unter den Schülergenossen vertreten.“ 

Wieder einmal zeigt sich: Genossenschaften sind ein Gewinn für Alle!

Der frisch gewählte Vorstand mitsamt den zur Schülergenossenschaft dazugehörigen Partnerbetrieben, darunter die Volksbank Nottuln eG, WL BANK, Volksbank Kamen-Werne eG, Volksbank Baumberge eG. Nicht anwesend, jedoch ebenfalls als Partnerbetrieb in der Schülergenossenschaft vertreten ist die DEG Dach-Fassade-Holz eG.